Stress loslassen durch Körperwahrnehmung – von Ramona Matschnigg

Stress loslassen durch Körperwahrnehmung – von Ramona Matschnigg
Es ist noch garnicht so lange her, dass wir uns in der Früh beim Aufstehen gefreut haben – über die eine Stunde, die wir gewonnen haben.
Was ist aus dieser Freude geworden?
Der Wecker läutet und du hast das Gefühl, gar nicht geschlafen zu haben, so wie im Außen auch im Inneren, grau in grau, erstarrt und trist.
Noch 10 Minuten… Es ist noch immer so dunkel. Du sehnst dich nach Sonne, nach Wärme, nach Ruhe. Deine Antriebskraft hält sich in Grenzen, der Wecker wird zum Feind, er ist gnadenlos, er läutet schon wieder, die nächsten 10 Minuten verbringst du in einer Abwehrreaktion, du möchtest dein NICHT AUSGESCHLAFEN SEIN nicht spüren.

Schuldgefühle erzeugen Stress

10 Minuten später springst du gehetzt aus dem Bett voller Reue, die Zeit vergoldet zu haben.
Wie hättest du diese Zeit effizient genutzt, so dass du den Tag voller Freude und Motivation startest hättest können?
Neben deinem Morgenritual im Bad und dem Frühstück, eventuell eine Kuscheleinheit mit deinem Liebsten…
Vielleicht wäre Zeit gewesen noch 10 Seiten eines gutes Buches zu lesen. Es ist so leicht wenn Dinge ganz simpel sind, sie gar nicht zu tun.
Aber Rituale zu entwickeln tut gut. Wenn ich beginne jeden Tag 10 Seiten zu lesen, das ganze über Jahre weg mache – entsteht eine Gewohnheit, die mich stärkt.
Oder wie wäre es ein Erfolgsjournal zu schreiben? Den gestrigen Tag Revue passieren lassen. Was ist dir gut gelungen?
Wofür bist du dankbar? Vielleicht hat etwas ganz viel Überwindung gekostet, aber du hast das trotzdem gemacht.
Ein Erfolgstagebuch hat einen Mehrwert: Erstens, unser Gehirn bekommt die Botschaft: Ich kann das!
Zweitens: Man kann es wieder nachlesen. Eine gute Zeit zum Nachlesen ist genau dann wenn Zweifel in Anmarsch sind…

Jeder Mensch hat ein Stressmuster

Stress hat zum Beispiel oft mit emotionalem Ungleichgewicht und körperlicher Anspannung zutun. Ziel der Prozessorientierten Körperarbeit ist es, Stressabbau durch spezielle Entspannungstechniken zu lernen und dadurch einen neuen Umgang mit dem persönlichen Stressmuster zu finden. Außerdem sich darin zu üben, ein neues, freies Denken zuzulassen.
Der erste Schritt besteht darin zu erkennen welches Stressmuster du hast?
Versuche spielerisch heraus zu finden was dein Stressmuster ist.
Sind es tatsächlich Schulgefühle?
Ist es Bedauern? Es gibt eine bunte Palette.
Nur wenn du es benennen kannst, ist möglich Loszulassen!